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Charles Meyer

Coaching mit systemischen Strukturaufstellungen

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Coaching eines Unternehmens

Ein Unternehmen, 50 Mitarbeiter, Programmierer, hat zwei wichtige langjährige Kundenbeziehungen, die auf rätselhafte Weise zu scheitern drohen. Zwei Aufstellungen sollen Klarheit darüber bringen, was jeweils hinter den Kulissen läuft.

Ein Executive-Seminar wird anberaumt. Der Besitzer / CEO ruft vier Abteilungsleiter, drei Projektmanager, die HR-Managerin  zu einem halbtägigen Seminar zusammen. Der Projektleiter stellt mit den neun Leuten sein Projekt-Team und dasjenige seines Kunden auf, die wichtigsten Systemteilnehmer beider Seiten. Es zeigen sich schnell diverse Beziehungsschwierigkeiten zwischen einzelnen Systemteilnehmern, sowohl beim Klienten, wie auch beim Kunden, wie auch zwischen den beiden Projektteams. Mit den Werkzeugen der systemischen Strukturaufstellungen werden diese Beziehungen geklärt. Mit lösungsfokussierten Interviews werden die Erkenntnisse  daraus auf die kommende Arbeit übertragen. Das Projektteam gewinnt Einsichten in die systemischen Vorgänge im eigenen Team wie auch beim Kunden und entwickelt daraus Handlungsoptionen für die weiteren Begegnungen.

Evaluation: Ein Nachgespräch nach einem Monat zeigt, dass sich  die Kundenbeziehung "wie von selbst" wieder beruhigt hat. Man zieht wieder am selben Strick, das gemeinsame Projekt geht weiter und die Teams beider Seiten sind wieder voll motiviert.
 
Coaching von Einzelpersonen

Ein CEO, 41, bewirbt sich bei einem international bekannten Unternehmen um eine Stelle. Nach einem ersten Vorgespräch mit dem Verwaltungsrat, mit dem gegenwärtigen CEO und dem CFO ist er ein wenig verunsichert darüber, was eigentlich genau sein Auftrag sein wird. Seine Stelle soll dem Verwaltungsrat direkt angehängt werden, quasi als "Begleiter" des CEOs. Er fragt sich, ob sein unausgesprochener Auftrag darin besteht, den CEO abzuhalftern.

Ein Einzelcoaching von drei Stunden gibt Klarheit über die systemischen Zusammenhänge. Im Einzelcoaching werden anstelle von menschlichen Repräsentanten Stühle als Platzhalter für die Systemteilnehmer in den Raum gestellt. Der Klient stellt sich jeweils hinter einen Stuhl und gewinnt dort körperlich die Information, die an dieser Stelle des Systems bereit liegt. So zeigt sich ihm schnell, dass der Verwaltungsrat grosse Hoffnung in ihn setzt - nicht wie befürchtet als "Rausschmeisser", sondern als Vorwärtstreiber der angesprochenen Projekte. An der Stelle des gegenwärtigen CEOs verspürt er eine grosse Angst und eine Kampfbereitschaft, die schnell zu eskalieren droht. Diese Beziehung wird geklärt und zum beiderseitigen Committment geführt: "Wir sitzen beide im selben Boot, rudern wir in die gleiche Richtung." Hingegen zeigt sich, dass der bisher unscheinbare CFO ebenfalls grosse Angst hat, offenbar berechtigte Angst, und dass der Klient mit Vorteil den CFO genauer unter die Lupe nimmt.

Evaluation: Beim zweiten Anstellungsgesprä werden sich Klient und Verwaltungsrat handelseinig. Die Beziehung zum Verwaltungsrat und zum gegenwärtigen CEO ist entspannt. Der Klient packt die neue Herausforderung mit dem sicheren Gefühl, an der richtigen Stelle zu sein, mit den richtigen Leuten und ausgestattet mit den nötigen Ressourcen.
 
Coaching im Seminar

Eine Unternehmerin, 48, hat seit einem Jahr ein eigenes Unternehmen aufgestellt. Ihr Produkt ist gut, ihr Netzwerk intakt, aber auf rätselhafte Weise bleiben die Kunden fern.

In einem Seminar stellt sie ihr Thema mit Repräsentanten im Raum auf: Sich selbst als Unternehmerin,  ihr Produkt, ihre Kunden, ihr Ziel, und  - wie sich schnell aufdrängt -  einen weiteren Systemteilnehmer, den kürzlich verstorbenen Mann.  Es zeigt sich, dass das Ziel - der Erfolg -  sehr wohlwollend auf die Klientin wartet, dass die Kunden aber vollkommen desinteressiert sind, weil zwischen der Klientin und ihrem verstorbenen Mann eine alles absorbierende Beziehung besteht. Im Gespräch stellt sich heraus, dass der Mann Zeit seines Lebens versucht hat, sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig zu machen, aber immer wieder gescheitert ist. Die Klientin ist auf dem besten Weg, aus unbewusster Loyalität zu ihrem Mann ebenfalls zu scheitern. Diese Beziehung wird mit den systemischen Werkzeugen geklärt und endet im Satz: "Schau freundlich auf mich, wenn ich nun Erfolg habe." An der Stelle des verstorbenen Mannes wächst nun ein grosses Wohlwollen und die Kunden reagieren sofort mit Interesse.

Evaluation: Ein Gespräch nach einem Monat zeigt, dass die Unternehmerin nun zuerst die vorher verdrängte Trauerarbeit leisten will, bevor sie sich wieder in die Entwicklung ihres Unternehmens stürzt. Seltsamerweise verspürt sie seither ein reges Interesse seitens der Kundschaft.
 
Teamentwicklung

Ein Team von sechs gleichberechtigten jungen Partnern ist seit sechs Jahren sehr erfolgreich unterwegs. In letzer Zeit beginnt sich zu zeigen, dass die Intentionen einzelner Mitglieder sich verändern: Einige möchten dynamisch weiterwachsen, neue Mitarbeiter einstellen und neue Unternehmensfelder dazugewinnen, andere möchten bei "Schusters leisten" bleiben und sich in der Kernkompetenz verbessern. Unterschwellig laufen Veränderungsprozesse bei den einzelnen Persönlichkeiten. Die gegenseitigen Ansprüche wachsen, aber werden nicht erfüllt.

Eine teaminterne Strukturaufstellung, bei der jeder Partner einmal an der Stelle jedes anderen Teammitgliedes steht, zeigt sehr schnell, wie die einzelnen Partner zueinander und zum Gesamtunternehmen stehen und welche Intentionen sie verfolgen - und zwar so, dass jeder an den jeweiligen Stellen seiner Partner diese Intentionen körperlich spürt und nachvollziehen kann. Die daraus folgenden Diskussionen bringen ganz neue Erkenntnisse über die Beweggründe und bisher unbesprochene Themen auf den Tisch. In einem lösungsfokussierten Interview entwickeln die Partner neue Optionen für ihre eigene Position und für ein gemeinsames Comittment für ihre neue Strategie.

Evaluation: Ein Nachfragen nach einem halben Jahr nach der Intervention ergibt als Antwort: Keine Probleme, wir sind gut unterwegs.

Teamentwicklung für einen CEO

Ein CEO der Europa/Asien-Division eines amerikanischen Konzerns führt ein Geschäftsleitungsteam, in dem es auf unerklärliche Weise immer wieder zu schwelenden Konflikten und Reibungsverlusten kommt. Er möchte Einsichten gewinnen über die Hintergründe und über Möglichkeiten, das Team zum schlagkräftigen Dreamteam zu entwickeln. Zwei der Teammitglieder gehen weg, für den ersten ist ein Nachfolger bestimmt, für den zweiten wird noch eine Person gesucht.

In einem Einzelcoaching von drei Stunden stellt der Mann mit Stühlen als Repräsentanten sein Team - mit den beiden Weggehenden und ihren Nachfolgern-  in den Raum und spürt an jeder Stelle, wie es dem betreffenden Teammitglied geht, und welche Qualität in den Beziehungen zwischen den einzelnen Teammitgliedern im Moment herrscht. Er erfährt aber auch ungeschminkt, wie das Team insgesamt ihn selber wahrnimmt, nämlich als zu distanziert und zu wenig unterstützend. Dieses Vakuum hatte eines der weggehenden Teammitglieder ausgefüllt - in heimlicher Konkurrenz zum CEO. Überrascht über die Informationen, die er aus der Strukturaufstellung gewinnt, sieht er das Team und seine eigene Rolle als Leader von einer ganz neuen Position aus und er erkennt neue Handlungsoptionen. Mit den Werkzeugen der Strukturaufstellungen werden die komplexen Beziehungen neu geordnet, das Team mit den beiden Neuen frisch aufgestellt, die Konflikte mit den Abgehenden gelöst.

Evaluation: Das Gespräch nach zwei Monaten zeigt, dass sich der Teamgeist neu formiert. Die Ablöseprozesse der weggehenden Teammitglieder haben sich reibungsfrei gestaltet. Die Haltung des CEO zu den einzelnen Teammitgliedern hat sich wie von selbst verändert, seine Rolle ist neu definiert. Er bekommt unaufgefordert Rückmeldungen und Komplimente für seine „neue“ Gelassenheit. Er ist zuversichtlich, auf dem besten Weg zum Dreamteam zu sein.


Strategieentwicklung für eine Gemeinde

Die Sozialvorsteherin einer mittleren Gemeinde möchte eine neue Strategie für die gemeindliche Alterspolitik entwickeln und lädt alle Beteiligten - zum Teil konkurrierende -  Player (gemeindliche und private Altersheime, Freiwilligenorganisationen, Spitex, Parteien usw.) zu einem Strategie-Workshop ein.

Eine systemische Strukturaufstellung mit den Beteiligten (jeder Systemteilnehmer übernimmt die Rolle eines Anderen) zu Beginn des Workshops zeigt sehr schnell die unterschiedlichen Interessen und Strategien der einzelnen Anbieter, aber auch die Interessen der Kunden, Parteien und Steuerzahler. Mit systemischen Werkzeugen werden die Bedingungen hergestellt, unter denen eine gemeinsame Strategie entstehen kann und das Ziel, ein Altersleitbild, gute Chancen auf allgemeine Akzeptanz und reibungsfreie Umsetzung gewinnt. In einem lösungsfokussierten Interview werden gemeinsame Ziele entwickelt und Handlungsoptionen gefunden. Die Klientin gewinnt Einsichten in die systemischen Zusammenhänge und erkennt Möglichkeiten, die unterschiedlichen Partner zusammenzubringen.

Evaluation: Der weitere Verlauf des Workshops ist sehr entspannt, die Teilnehmer haben Einsichten in die Bedürfnisse der Anderen und in die Notwendigkeit der Zusammenarbeit gewonnen und können gemeinsam Strukturen entwickeln, die alle Beteiligten weiter bringen.

Supervision für Berater

Ein Unternehmensberater ist seit geraumer Zeit mit einem Kunden unterwegs. Auf rätselhafte Weise kommt er und sein Kunde nicht weiter, es ist zu Spannungen und Widerständen gekommen und der Berater möchte wissen, woran er ist.

Eine Supervision von zwei Stunden zeigt dem Berater schnell, dass er unbewusst ins System seines Klienten "hineingerutscht" ist und von den Systemteilnehmern seiner Klientin instrumentalisiert wird. Mit ein Grund dafür ist eine unklare Auftragserteilung und Auftragserneuerung im Laufe der Entwicklung. Mit den Werkzeugen der systemischen Strukturaufstellung werden diese Beziehungen geklärt. Der Berater gewinnt Einsichten in seine Position beim Klienten, aber auch in die Notwendigkeit einer neuen Auftragsdefinition mit seinem Klienten. Er erkennt Handlungsmöglichkeiten, mit denen er sich wieder aus dem System herausnehmen kann und die geeignete Position des Beraters einnehmen kann.

Evaluation: Ein kurzes Telefongespräch nach einem Monat zeigt, dass der Berater in seiner Position wieder sicher ist und der weitere Beratungsprozess entspannt und erfolgreich verläuft.